VÍTĚZNÉ NÁMĚSTÍ

Entwurfsverfasser: Pavel Hnilička, Eva Macková, Josef Filip
Mitarbeit: Marek Řehoř, Jana Kafková, Karolína Röschl, Tereza Sýkorová, Mirka Baklíková, Theresa Kjellberg, Jan Drška
Projekt: internationaler städtebaulicher Wettbewerb
Kunde: Magistrat der Hauptstadt Prag
Bearbeitetes Gebiet: 4 ha
Entwurf: 2019

Der Siegerentwurf basiert auf dem Vermächtnis von Prof. Engel, Verfasser des städtebaulichen Entwurfs von Dejvice, und seiner Stadtplanungsvision, die stark von der Umgestaltung von Paris und anderen späteren großzügigen Stadtplanungen des 19. Jahrhunderts beeinflusst wurde. Der Grundgedanke des Entwurfs zur Umgestaltung des bisher unvollendeten Platzes, besteht darin, durch Verlegen des Straßenbahn- und Autoverkehrs seine Mitte freizugeben. Die freie Mitte kann durch viele verschiedene Aktivitäten wie Märkte, öffentliche Versammlungen, Start und Ziel von Wettbewerben usw. genutzt werden. Der Wert des öffentlichen Raums liegt in seiner Universalität.

Die Geometrie des Platzes, die auf dem Grundriss eines halben Quadrats und eines Kreises basiert, wird bis zum Mittelkreis durch grüne Boskettsegmente unterteilt, die nicht nur den Mittelkreis selbst definieren, sondern auch den Raum am Platzrand mit dem aktiven Parterre der Gebäuden. Hohe Bäume schaffen an den Platzrändern einen angenehmen, mit einer Straße vergleichbaren Maßstab. Trotzdem ist der gesamte 200 Meter breite Platzraum (im Quadrat) in seiner gesamten Fläche gut überschaubar. Der Altstädter Ring beispielsweise ist zum Vergleich viermal kleiner (ca. 100 x 100 m). Das eingeschobene Boskett verbirgt den Autoverkehr unter den Baumkronen. Die Gestaltung des Platzes setzt einen Akzent auf die Wohnqualität der Stadt. Aufgrund der Lage des Platzes in der Struktur von Prag und der Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel stehen vor allem Fußgänger im Mittelpunkt des Interesses. Der Platz hat die Chance, ein wichtiger und beliebter Teil von Prag zu werden.