WASSERKRAFTWERK BĚLOV

Generalplaner: Jan Šinták – I.P.R.E.
Architekt: Pavel Hnilička Architekti / Pavel Hnilička, Adam Vojtek
Kunde: MEXIM CONSULTING, s.r.o.
Statik: Recoc, s.r.o.
Bauort: linkes Ufer des Flusses Morava, Wehr Bělov, Flusskilometer 166,770
Leistung: 2 x 0,8 MW
Projekt: 2012 
Ausführung: 2012–2013
Fotograf: Jiří Krejčík
 

Veröffentlichungen: Trade news 6/2014, Stavba 3/2014


Der Entwurf geht von der ursprünglichen Dokumentation für die Baugenehmigung aus, welche in den Jahren 1993–1996 von der Firma Aquatis, s.r.o. erstellt wurde. Der Bau wurde mit der Vorbereitung der Wasserrinne begonnen und anschließend geflutet und verlassen. Er verfiel seit 12 Jahren, als er von einem neuen Bauherren erworben wurde, welcher mit der Anpassung der Projekts und dem eigentlichen Bau begann.

Das Wasserkraftwerk wurde in die umgebende Landschaft eingepasst. Es wird durch einen Erdwall bedeckt, aus welchem nur die Lüftungsschächte und die Zugangstreppe hervorragen. Man betritt es ähnlich wie ein U-Boot.

Das Kraftwerk ist eine eigenständige, in Ortbeton ausgeführte Stahlbetonkonstruktion mit zwei Zuflussfeldern. In jedem Feld stehen ein Generator und das Getriebe der eigentlichen Turbine. An der Einlaufseite ist ein Treibgutrechen mit Schneckenförderer angeordnet. Der Treibgutcontainer wurde ins Gelände eingelassen, damit er so weit wie möglich mit der Umgebung verschmilzt. Der Treibgutrechen schließt bündig an die Vorderwand der Einlaufseite an. Das Zuflussobjekt wird durch eine Nut für die provisorische Anstauung abgeschlossen, im Weiteren folgt der Maschinenraum. Mit dem Zufluss beginnt der Druckteil der Wasserführung zu den Turbinen mit einer Leistung von 2 x 0,8 MW. Der Wasserabfluss von den Turbinen verläuft durch ein Saugrohr, wiederum mit Nuten für die provisorische Anstauung.

Im Entwurf wird Sichtbeton als grundlegendes Konstruktionsmaterial durch Elemente aus Metall in seiner unbearbeiteten industriellen Gestalt ergänzt. Um ein Einsinken beim Begehen des durchtränkten Rasens auf dem Dach zu vermeiden, sind auf diesem Bruchsteinplatten als Trittsteine verlegt. Befahrbare Flächen sind mit Kies befestigt.

Weitere Informationen:
www.archiweb.cz
časopis ERA21 05_2017